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Wir haben jetzt schon einige Filmprojekte hinter uns. Wenn ich genau zähle, gibt es inzwischen 6 Filme die innerhalb der 7 Wochen entstanden sind, die wir nun hier als Praktikanten verbringen. Für die Organisationskommunikation bedeutet das eine Menge. Mit diesen Projekten können wir die expliziten un d umfangreichen Veränderungen in den Einsatzorten Meto und Bundibugyo visuell darstellen.

Ich habe nicht damit gerechnet diese Werke so gestalten zu können. Das alles ging viel schneller als ich erwartet habe. Auch wenn iMovie 09 kein professionelles Programm ist und man an vielen Stellen ziemlich eingeschränkt ist, speziell wenn es um die Bild- und Tonbearbeitung geht, so ist dieses Programm doch sehr stabil und bringt schnell überzeugende Ergebnisse hervor. Ich habe die Software zu 90% genutzt und für den normalen Nutzer ist kein Unterschied zu professionellen Schnittprogrammen zu sehen wie FinalCut. Und das ist sicherlich auch gerade für Non-Profit Organiationen von Bedeutung: die Kosten sollen so gering wie möglich sein, der Effekt in der Öffentlichkeit so maximal wie möglich. Effizienz ist hier ein Schlüsselwort.

In diesen Wochen habe ich aber eben nicht wirtschaftlich gedacht und Dinge auf die Waage gelegt (zumal ich ja auch nicht in dieser Position bin). Bei manchen Dingen muss man tiefer in die Tasche greifen, denn ein Anspruch an mich ist manchmal ebenso wichtig wie denen etwas zu bieten, die in die Organisation investieren. Aber in dieser Zeit haben wir vor allen eins erfahren: das wir beschenkte Menschen sind. Ausgestattet mit Fähigkeiten und Talenten zum Einsatz anderer; unterstützt von Menschen materiell und immateriell, die hohes Vertrauen in kaum erfahrene Hände legen; Selbstlose Zuwendungen von Menschen, die nicht „Bitte“ sagen sondern“Danke“; Einer der alles erneuert, aufbaut und aufrichtet.

Als letztes Projekt ist ein Film entstanden, dessen Ziel es war, ein globales Bild der Non-Profit Organisation Integrity Worldwide zu projizieren. Schier unendliches Film- und Fotomaterial (500GB) standen bereit, um ausgewertet und richtig verpackt zu werden. Hinzu kamen Interviews von allen vier Gründungsmitgliedern, die vor zwei Wochen in den Büroräumen von mir aufgenommen wurden. 3 Std. Material mit Fragen, umfangreichen Antworten und etlichen Stotterern, Neuaufnahmen und Redepausen. Wir entwickelten ein relativ grobes Ablaufkonzept, dass ich in meinem Kopf erweiterte und bereits in fragmenten geformt habe. Erst zwei tage vor der Deadline konnte ich erst wirklich mit dem zusammenpuzzlen der Fragmente beginnen. Ich wußte aber, dass ich das nicht ohne Hilfe schaffen konnte, denn mein Kopf war durcheinander von den bereits gesehenen Bildern und Videoaufnahmen, den Geschichten der Mitarbeiter, den Antworten der Interviewten. Es war ein riesiges Chaos in meinem Kopf, das mich total nervös machte.

Also machte ich mich frei von der Last, das Projekt alleine machen zu müssen. Ich lud einen Profi ein, mir zu helfen. Denn ich bin ein Laie auf dem Gebiet, ein Hobbycutter, ohne praktische Ausbildung, mit wagen und einfachen Konzeptionen. Aber Jesus. Der kann das.

Sobald ich begann, fühlte ich eine Führung, die mich beruhigte. Nach und nach setzte ich die Antworten der Interviews zusammen und fügte die entsprechenden Bilder und Videos hinzu.

Wird fortgesetzt…



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