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23Jun09

korsikakuss


#1

15Jun09

erfahrung


egal wohin du gehst, ich geh mit dir. mir ist kein weg zu weit. ans ende dieser erde würd ich gehen. (tobe hundt)=

es geht immer weniger ums reden und immer mehr um die erfahrung, die wir wirklich machen. (rob bell)

nach dem konzert gestern abend bin ich immer noch irgendwo zwischen inspiriert und munter. das wetter tut heute auch noch seinen teil dazu. viele schöne frische lockere musikstücke von tobe hundt, aufgespielt von einer 5 köpfigen truppe. was er durch die lieder erzählt, hört man gerne. andere halten ordinäre momente in zeichnungen fest, weil für sie selbst das gefühl haben, sie haben gerade etwas besonderes erfahren. tobe macht daraus songs. einen opa im zug zu beobachten, kann dabei so viel bedeutung haben wie im song “hello goodbye”.
jedenfalls hat er uns gestern begeistert. viele junge jugendliche waren da, wussten sich gar nicht richtig zu verhalten, vielleicht war es ihr erstes konzert. und tobe hat durch seinen charme und humor schnell die leute auf seine seite gezogen. dann muss man auch mal für oma ein video drehen um ihr zu zeigen dass in solinegn 5.000 leute sein konzert gesehen haben (muss ich mir auch mal als einheizer merken).
und nebenbei, erzählt er dann von seinen begegnungen mit gott und ermutigt seine hörer: hör auf mit dem reden! tus einfach! vielleicht wird gott dir helfen. wie oft verlaufen wir in einer endlosen diskussion darüber, ob gott es wirklich gibt, ob die wissenschaft nicht mehr lösungen zu bieten hat. oder ob die bibel hier und dort nicht zu schwammig ist. laber laber laber. tobe hats getan und wirds weiter tun, bald ist er in der schweiz ohne genau zu wissen was passieren wird. jetta und ich haben auch für neues gebeten und schwupps hat uns jemand was angeboten – wir tuns auch einfach und gehen, wenns sein muss bis ans ende dieser welt. mal schauen ob gott uns hilft. allesbleibtanders.


Mensch, wer bist du?


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28Mai09

Bornholm 2003


Der Kirchenkreis Solingen bewältigt gerade eine große Aufgabe. Der Status der Jugendarbeit in Solingen wird umfassend unter dem Namen “Jugendarbeit mit Zukunft” betrachtet. Es wurden aus allen Gemeinden Gemeindeglieder ausgesandt, um die Kinder- und Jugendarbeit zu visitieren, das geschieht auch gerade in Rupelrath. Am Ende des Prozesses möchten wir gestärkt und bereichert Jugendarbeit machen.
Das Projekt fällt in eine Zeit, in der die Finanzkrise um sich schlägt und ein starker Mitgliederschwund in den Kirchen zu erwarten ist. Unsicherheit macht sich breit. Ein wenig Angst vor der Zukunft kommt auf.

Ich habe keine Angst.

Wir in Rupelrath haben eine Vision für uns, für die Jugend, für die Kirche Christi in dieser Welt.
Das Perspektivseminar zeigt uns ein Ziel, das wir uns vor Augen halten können: Wir wenden uns den Menschen ganzheitlich zu.

Genau das ist unsere Grundlage für die Jugendarbeit:
Wir hören zu.
Wir diskutieren mit
Wir laden ein.
Michael Herbst, ein Theologe aus Greifswald sagt:

“Wir sollen nicht missionieren und neue Menschen zu Jüngern machen, wel es uns schlecht geht und wir mehr Kirchensteuern benötigen. Sondern weil wir uns freuen über Jesus Christus und seine gute Nachricht vom Kreuz, weil Gott sich nach den Menschen sehnt.” (Wachsende Kirche, Brunnen Verlag, Gießen, 2008)

Das Fundament ist Jesus. Durch ihn kann die Kirche, insbesonder die Jugendarbeit in Solingen, wieder wachsen.

In diesem Sinne: Laden wir die Menschen in unsere Gemeinden in Solingen ein, denn Gott sehnt sich nach ihnen.


kopfhorer_1024
Letzten Freitag hatten wir ein sehr einzigartiges Gipfeltreffen. Mein Opa ist an diesem Tag uns vorausgegangen und aus dem Leben geschieden. Die Trauer über seinen Tod wich sehr schnell der Dank über die Gnade, dass wir ihn so lange bei uns haben durften und er ein toller Mensch war, der sehr viel in seinem Leben anderen gegeben hat.
Ausserdem kam Martin Dreyer zu uns, hat gepredigt und einen neuen Aufruf gemacht, bei dem viele aufstanden um etwas neu anzupacken und ganze Sache mit Gott zu machen. “Nichts ist schatziger als Gott” blieb echt hängen.

Es war aber auch eine echt geniale Worship Zeit. Als Leiter hat man es manchmal nicht einfach. Es fängt ja schon bei der liedauswahl an. Und man macht sich Sorgen, wenn man mal im Ablauf rumspringt, ob der Beamermann am Computer noch mitkommt, die richtigen Folien anzuzeigen, damit alle mitsingen können. Egal, wenn man berührt wird, muss man das einfach mal hinten anstellen. Jedenfalls hatte ich persönlich eine sehr intensive Zeit auf der Stage, ich habe die Worte in meinem Herzen gedreht und gewendet und alles um mich rum ausgeblendet (ein netter Vers für ein Lied). Und dann vernehme ich plötzlich eine Stimme die da sagt: “Hallo?!”

Der Eindruck der damit einherging war dieser: Ich habe die Frequenz erwischt, auf der Jesus spricht. Man stelle sich das Leben als Radio vor: Getrieben vom Druck des Alltags, der Schnellebigkeit des Lebens wie auf einer DSL Leitung, die Suche nach Weisheit der man mit dem downloaden von zahlreichen mp3 Predigten begegnet, dem Lesen von zich geistreichen Büchern “brennenden” Themen, getrieben vom Alltag eben dreht man am Radio und sucht DEN Sender, wo man alles bekommt. Aber leider viel zu schnell. Ich höre nur kurz eine Silbe, eine Stimme, ein Wort, ein Kratzgeräusch, eine Staumeldung, einen Nachrichtengong oder sonstwas – aber ich schaffe es nicht DEN richtigen Sender einzustellen. Es ist einfach wie verhext! Aber ich will den Sender SOFORT finden und gebe Gas. Die Konkurrenz ist hart, jeder will mich beeindrucken mit seinem großartigen Programm, alle rufen laut “Hier findest du die Weisheit, hier lernst du für dein Leben!” Manchmal bleibe ich bei einem hängen und höre lange Zeit zu, und merke nicht wie mich das abstumpft.

“Wie wärs mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit…”. Vielleicht mal eins nach dem anderen machen, die Sender deines Lebens begutachten, anhören was dort gesagt wird und nach einer Weile damit abschließen, es hinter einen lassen und zum nächsten gehen? Den Knopf langsam drehen, mit Ruhe und Sorgfalt zwischen den Sendern suchen. Die Frequenz ist neben all diesen vielen anderen Sendern schwer zu finden. Aber ich weiß, dieser Sender existiert, um die Stimme zu hören benötige ich aber ein ruhiges Händchen und Geduld.

Deswegen habe ich mir gestern im gespräch mit meinem Mentor neue Aufgaben gestellt, ein Projekt für zunächst 2 Wochen:

1. Emails 1x abends checken.
2. Täglich eine halbe Stunde spazieren gehen und abschalten.
3. 0.00h Feierabend – es geht ins Bett. Schlaf muss sein.

Irgendwo muss man ja anfangen. Das ist der erste Schritt.

Zu empfehlen: “Getrieben oder berufen – Ordne dein Leben” von Gordon MacDonald. Projektion J Verlag, 1984. Hier.


3/17

19Apr09

dankern


Lara am See


Kiuma

07Apr09

am 4. juli fliege ich nach kiuma, tanzania. ich besuche mit einigen leuten aus meiner gemeinde ein hilfsprojekt vom sozialen hilfswerk wortundtat, dass wir als gemeinde im gebet und mit finanziellen mitteln unterstützen. bereits seit 1996 stehen wir dem gemeindezetrum kiuma zur seite. viele vorträge und fotos später habe auch ich die ehre, mir ein bild vor ort machen zu dürfen. nach allem was ich bisher gesehen habe, und nach all den fotos von afrika, die mich von der schönheit dieses landes überzeugt haben, freue ich mich sehr auf diese reise. es soll nicht nur ein besuch sein, ich will mich nicht wie ein tourist fühlen, der sich den busch anschaut. das ist das letzte was ich will: das gefühl zu haben, ich bin nur einer aus dem reichen westen.

die möglichkeit den menschen zu zeigen, wie wir sie sehen habe ich: einerseits habe ich die ehre, einen vortrag über unser leben in deutschland zu halten, wer wir in solingen eigentlich sind. was wir tun, wie wir gemeinde leben. ich möchte vor allen dingen einen blick über den reichtum hinaus ermöglichen. verschweigen kann man das in den fotos sicherlich nicht. aber es war gnade, dass ich hier geboren wurde. und gnade, dass ich nach afrika darf.

andererseits plane ich eine filmdokumentation über kiuma mit den jungs von geheimtipp hannover. die finanzen sind noch nicht geklärt, preiswert ist so eine sache nicht gerade. jedenfalls steht wortundtat voll dahinter, die würden sich über das projekt sehr freuen. ich bin gespannt, ob wir das so umsetzen können. denn dann können wir das leben in kiuma mit allen facetten in bewegtbildern darstellen, um vielleicht mehr leute dazu zu bringen, den menschen hier zu helfen.




Es geht immer weniger ums Reden und immer mehr um die Erfahrung, die wir wirklich machen. Rob Bell