9/17

07Nov09

rolltide


Liebe ist (3)

06Nov09

„So marriage isn’t all that it is cracked up to be?“ I ask.

„No, it is so much more than I ever thought it would be. One of the ways God shows me how He loves me is through Danielle, and one of the ways God shows Danielle He loves her is through me. And because she loves me, and teaches me that I am lovable, I can better interact with God.“

„What do you mean?“

„I mean that to be in a relationship with God is to be loved purely and furiosly. And a person who thinks himself unlovable cannot be in a relationship with God because he can’t accept who God is; a Being that is love. We learn that we are lovable orunlovable from other people,“ Paul says. „That is why God tells us so many times to love each other.“

Auszug aus Donald Miller: Blue Like Jazz


Liebe ist (2)

02Nov09

Um an die Liebe glauben zu können, muss man sie erfahren. Liebe braucht immer einen Ausdruck. Ich kann sagen „Ich liebe!“, aber solange mein Verhalten das nicht beweist, wird man mir das wohl kaum abkaufen. Liebe muss man zeigen. Liebe muss erkennbar sein. Man kann viel über Liebe reden. Mann kann über Liebe Bücher schreiben, von ihr schwärmen, sich nach ihr sehnen, sich über sie freuen und sie sich wünschen. Um Liebe aber zu erfahren, muss man etwas tun. Entweder ich muss jemandem Liebe zeigen, oder mir muss jemand Liebe zeigen. Und wie drückt sich Liebe aus?

Um an den Gott glauben zu können, muss man ihn erfahren. Gott braucht immer einen Ausdruck. Ich kann sagen „Ich glaube!“, aber solange mein Verhalten das nicht beweist, wird man mir das wohl kaum abkaufen. Gott muss man zeigen. Gott muss erkennbar sein. Man kann viel über Gott reden. Mann kann über Gott Bücher schreiben, von ihm schwärmen, sich nach ihm sehnen, sich über ihn freuen und ihn sich wünschen. Um Gott aber zu erfahren, muss man etwas tun. Entweder ich muss jemandem Gott zeigen, oder mir muss jemand Gott zeigen. Und wie drückt sich Gott aus?


Liebe ist

01Nov09

Liebe kann man nicht sehen, aber die meisten wissen, wie sie sich anfühlt. Man kann Liebe beschreiben, man kann Liebe zeigen, man kann Liebe empfinden. Sehen kann man sie nicht. Nicht so wie einen Keks von der Selma Good Company. Oder wie einen Schuh. Jetzt werden einige sagen „Doch, man kann die Liebe sehr wohl sehen!“ Sie haben auch recht. Liebe kann man sehen, wenn jemand heiratet. Wenn ein Kind geboren wird. Wenn man einem Penner hilft. Ich kann jemanden fragen „Kannst du mir Liebe zeigen?“ und derjenige wird mir dann wahrscheinlich zeigen, wie man sich umarmt.

Gott kann man nicht sehen, aber die meisten wissen, wie er sich anfühlt. Man kann Gott beschreiben, man kann Gott zeigen, man kann Gott empfinden. Sehen kann man ihn nicht. Nicht so wie einen Keks von der Selma Good Company. Oder wie einen Schuh. Jetzt werden einige sagen „Doch, man kann den Gott sehr wohl sehen!“ Sie haben auch recht. Gott kann man sehen, wenn jemand heiratet. Wenn ein Kind geboren wird. Wenn man einem Penner hilft. Ich kann jemanden fragen „Kannst du mir Gott zeigen?“ und derjenige wird mir dann wahrscheinlich zeigen, wie man sich umarmt.

Komisch, dass niemand die Existenz von Liebe in Frage stellt, aber ein Problem damit hat, wenn man von Gott redet.


IWW Logo

IWW Logo

Wir haben jetzt schon einige Filmprojekte hinter uns. Wenn ich genau zähle, gibt es inzwischen 6 Filme die innerhalb der 7 Wochen entstanden sind, die wir nun hier als Praktikanten verbringen. Für die Organisationskommunikation bedeutet das eine Menge. Mit diesen Projekten können wir die expliziten un d umfangreichen Veränderungen in den Einsatzorten Meto und Bundibugyo visuell darstellen.

Ich habe nicht damit gerechnet diese Werke so gestalten zu können. Das alles ging viel schneller als ich erwartet habe. Auch wenn iMovie 09 kein professionelles Programm ist und man an vielen Stellen ziemlich eingeschränkt ist, speziell wenn es um die Bild- und Tonbearbeitung geht, so ist dieses Programm doch sehr stabil und bringt schnell überzeugende Ergebnisse hervor. Ich habe die Software zu 90% genutzt und für den normalen Nutzer ist kein Unterschied zu professionellen Schnittprogrammen zu sehen wie FinalCut. Und das ist sicherlich auch gerade für Non-Profit Organiationen von Bedeutung: die Kosten sollen so gering wie möglich sein, der Effekt in der Öffentlichkeit so maximal wie möglich. Effizienz ist hier ein Schlüsselwort.

In diesen Wochen habe ich aber eben nicht wirtschaftlich gedacht und Dinge auf die Waage gelegt (zumal ich ja auch nicht in dieser Position bin). Bei manchen Dingen muss man tiefer in die Tasche greifen, denn ein Anspruch an mich ist manchmal ebenso wichtig wie denen etwas zu bieten, die in die Organisation investieren. Aber in dieser Zeit haben wir vor allen eins erfahren: das wir beschenkte Menschen sind. Ausgestattet mit Fähigkeiten und Talenten zum Einsatz anderer; unterstützt von Menschen materiell und immateriell, die hohes Vertrauen in kaum erfahrene Hände legen; Selbstlose Zuwendungen von Menschen, die nicht „Bitte“ sagen sondern“Danke“; Einer der alles erneuert, aufbaut und aufrichtet.

Als letztes Projekt ist ein Film entstanden, dessen Ziel es war, ein globales Bild der Non-Profit Organisation Integrity Worldwide zu projizieren. Schier unendliches Film- und Fotomaterial (500GB) standen bereit, um ausgewertet und richtig verpackt zu werden. Hinzu kamen Interviews von allen vier Gründungsmitgliedern, die vor zwei Wochen in den Büroräumen von mir aufgenommen wurden. 3 Std. Material mit Fragen, umfangreichen Antworten und etlichen Stotterern, Neuaufnahmen und Redepausen. Wir entwickelten ein relativ grobes Ablaufkonzept, dass ich in meinem Kopf erweiterte und bereits in fragmenten geformt habe. Erst zwei tage vor der Deadline konnte ich erst wirklich mit dem zusammenpuzzlen der Fragmente beginnen. Ich wußte aber, dass ich das nicht ohne Hilfe schaffen konnte, denn mein Kopf war durcheinander von den bereits gesehenen Bildern und Videoaufnahmen, den Geschichten der Mitarbeiter, den Antworten der Interviewten. Es war ein riesiges Chaos in meinem Kopf, das mich total nervös machte.

Also machte ich mich frei von der Last, das Projekt alleine machen zu müssen. Ich lud einen Profi ein, mir zu helfen. Denn ich bin ein Laie auf dem Gebiet, ein Hobbycutter, ohne praktische Ausbildung, mit wagen und einfachen Konzeptionen. Aber Jesus. Der kann das.

Sobald ich begann, fühlte ich eine Führung, die mich beruhigte. Nach und nach setzte ich die Antworten der Interviews zusammen und fügte die entsprechenden Bilder und Videos hinzu.

Wird fortgesetzt…


11 oder 12 oder 13?

11 oder 12 oder 13?

Letzens habe ich mich ertappt und musste über mich lachen: Wenn ich Gemälde, Skulpturen oder künstlerische Darstellungen von Jesus und den 12 Aposteln sehe, zähle ich gezwundermaßen immer nach, ob es auch WIRKLICH 12 Jünger sind. Vielleicht hat der Künstler sich ja vertan und ich bin der Erste dem es auffällt. Dann kann ich laut ausrufen „Hah! Guck mal! Es sind nur 11! Er hat eine vergessen! Wie peinlich!“

Natürlich ist es noch nie passiert und es wird so nicht passieren. Jeder Künstler der Jesus mit seinen 12 Aposteln malen will, wird auch 12 Apostel malen, es sei denn er hat bewusst einen unterschlagen (meistens ist das Judas).

Ich fühle mich dadurch aber jung geblieben.


8/17

02Okt09

alabama


Seit letzter Woche saß ich an einem Short Image Film für Integrity. Ich habe das Footage von Afrika auf 3 Minuten zusammengeschnittem um zu zeigen, was Integrity dort macht. Uns war es wichtig zu zeigen, dass da unten was abgeht und die Menschen happy sind. Viele Organisationen versuchen mit Emotionen und Druck auf die Tränendrüse ein Mitleidsgefühl bei den Spendern zu erreichen. Wir denken einfach: das ist nicht die Kultur, die wir auf unseren Reisen erlebt haben. Diese Menschen sind fröhlich und freuen sich natürlich über Hilfe, aber sie sind sehr selbstständig und vor allen Dingen sehr engagiert wenn es darum geht anzupacken. Diese Menschen sind sehr belastbar und die meiste Zeit fröhlich. Wir glauben wir konnten mit diesem Short Movie genau diese Eindrücke festhalten.

Ich habe den Film mit iMovie o9 geschnitten und einen Song des neuen MuteMath Albums unterlegt. Hier ein paar Screenshots vom Film.Integrity Short Image 1Integrity Short Image 2Integrity Short Image 3Integrity Short Image 4Integrity Short Image 5Integrity Short Image 6Integrity Short Image 7


Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben.
Jesaja 61, 4

Integrity Worldwide arbeitet seit Ende 2006 in Meto, Kenia und in Bundibugyo, Uganda. Die Projekte sind hauptsächlich ausgerichtet auf medizinische Betreuung, Brunnenbau und Saatgut Verteilung. Wie das Kiuma Projekt, welches ich im Juli besuchen durfte, ist auch Integrity mit seinen Projekten fest in diesen Dörfern eingerichtet durch Vollzeitmitarbeiter, die selbst aus dieser Region stammen. Durch diesen Hintergrund ist es leichter für Integrity die Menschen zu erreichen, da dort Ansprechpartner sind, die die differenzierten kulturellen Eigenheiten kennen und die Sprache verstehen. Der Umgang mit Menschen dieser Kulturen ist als Fremder unheimlich schwierig. Es gibt so viele Ecken und Kanten auf die man achten muss, die man wahrscheinlich nie so ganz lernen und verstehen kann, auch wenn man dort leben würde. Nach all den Stories die ich von den Mitarbeitern hier in Alabama gehört habe, sind sie echt dankbar dafür, solchen fähigen Mitarbeitern in den Ländern vertrauen zu können.

Marietta und ich sind offiziell als Praktikanten für Integrity tätig. Während Marietta mit Mareike zusammen die Öffentlichkeitsarbeit betreut und Aktionen plant, habe ich die Aufgabe Videos zu schneiden. Ich arbeite an einem Image Film, der die Arbeit vor Ort zeigt, dabei verwende ich Aufnahmen aus einem Afrika Trip von Mai 09. Ausserdem werden wir in den nächsten Wochen weitere öffentlichkeitswirksame Kurzclips erstellen, die wir dann auf der Website, Facebook, Youtube etc. veröffentlichen (wie zum Beispiel hier.)

Die Amerikaner sehen soziale Hilfe anders als wir in Deutschland. Für die globale Hilfe generell ist das in meinen Augen eine tolle Sache: Es ist üblich als amerikanischer Staatsbürger einen Zehnten von seinem Einkommen abzugeben, das sie Organisationen oder Projekten spenden, ganz aus ihrer moralischen Überzeugung heraus. Manches davon hinterfragen sie nicht näher, sondern sie geben es einfach. Ich sehe da ein Missverhältnis: Viele geben viel, jedoch wissen manche gar nicht was genau sie unterstützen.

Die Deutschen sind da anders: Sie spenden erst, wenn sie genau wissen was mit dem Geld passiert. Alle Organisationen und Projekte werden hinterfragt und beobachtet. Es ist schwer zu überzeugen, die Deutschen sind gewissenhaft, ihr Geld soll gut angelegt sein. Und es ist eben nicht selbstverständlich einen Teil von dem was man erarbeitet abzugeben. Auch mir fällt das nicht leicht.

Ich finde es bemerkenswert wie selbstverständlich die Bürger hier Geld abgeben. Laut Wikipedia spendet jeder amerikanische Staatsbürger durchschnittlich 860 Dollarpro Jahr, während wir Deutschen 60-80 Euro jährlich spenden. Sie geben gerne. Es ist verrückt zu sehen, wenn man als Organisation Dinge und Unkosten plant, die schneller gedeckt sind als man „Fundraising“ sagen kann. Es gibt jedoch sicherlich auch genau wie in Deutschland Organisationen, die nicht die gesamten Spenden weitergibt, sondern einiges davon für die Verwaltung zurückhält. In meinen Augen darf man das auch, aber man muss sich als NGO die Frage stellen, wie genau man das vor den Wohltätern und denen die Hilfe bekommen sollen rechtfertigt.


Hey, jetzt sind wir hier und ich konnte noch nicht ausführlich berichten. Alles was ich sagen kann ist: BAAMM! Es ist wirklich großartig hier. Wir hatten heute einen super Tag mit viel kreativem Output, den ihr auch noch zu sehen bekommt. Es macht Spaß mit unserem Buddys hier Dinge zu kreieren für eine gute Sache. Es ist gut zu wissen, dass es einen echten Zweck erfüllt.

More to come.




Es geht immer weniger ums Reden und immer mehr um die Erfahrung, die wir wirklich machen. Rob Bell